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Trampolin Geschichte

Entstehung vom Trampolinspringen
früher vs. heute

aktualisiert: Juni 2019

Das Trampolin gibt es mittlerweile in den verschiedensten Ausführungen. Im Grunde genommen ist für jede Zielgruppe etwas dabei.

Weiterhin lässt es sich nicht nur zum Spaß nutzen, sondern auch zum Fitnesstraining. Vor allem Athleten wissen das Trampolin springen zu schätzen. Doch bis heute konnte noch nicht wirklich herausgefunden werden, wo die Ursprünge beim Trampolin springen liegen. Davon gibt es mehrere Aussagen. Manche sagen in den USA wohingegen andere noch viel früher ansetzen.

Die Geschichte des Trampolins erfährst du im folgenden Artikel.

Ursprung des Trampolin springens

Anfänglich hieß es, dass das Trampolin springen von den damaligen Eskimos erfunden wurde. Dazu nutzten sie die Haut von Walrössern, die gespannt wurden – ähnlich wie beim Trampolin. Im Falle eines Brandes konnten die Menschen mit einem Sprung durch das Fenster vor dem Feuer entkommen und samt auf der Haut landen. Die Haut galt als Sprungtuch und ähnelte sehr der Funktionsweise des heutigen Sprungtuches bei einem Trampolin. Außerdem gibt es in den Gebieten von Alaska Postkarten, bei denen Eskimos bei ihren ersten Sprungversuchen zu beobachten sind.

Weitere Hinweise gibt es aus England. Dort katapultierten sich Menschen mithilfe einer Trampolin-ähnlichen Konstruktion durch die Lüfte ähnlich wie im Zirkus. Fakt ist jedoch: Die Engländer nutzten als erstes Land die Sprungmanöver, um andere Menschen im Publikum zu unterhalten. Jedoch ist es unwahrscheinlich, dass es sich bei den Engländern um die Vorreiter beim Trampolin springen handelt.   

Weiterentwicklung des Trampolins

Die ersten Ansätze für das Trampolin lieferten die Eskimos und die Engländer, obwohl es hierfür keine genaue Bestätigung gibt. Richtig in Fahrt gekommen ist die Idee vom Trampolin springen erst im 18. Jahrhundert in Spanien. Es war eine Zeit von:

  • Aufständen
  • Kriegen
  • sozialer Probleme

Jedoch gab es eine Ausnahme: den Zirkus.

Der Zirkus war damals recht beliebt und genoss ein hohes Ansehen bei der Bevölkerung. Menschen kamen dort hin, um unterhalten zu werden. Allerdings schaffte es das damalige Trampolin nicht alleine in den Zirkus. Verantwortlich dafür war ein französischer Artist, der auf den Namen „du Trampoline“ hörte.

Geschichte von „du Trampoline“

Den französischen Artisten zog es eines Tages nach Spanien, um an einen Wettkampf teilzunehmen. Leider war er kein sonderlich begabter Turner und musste Tag für Tag um seinen Lebensunterhalt kämpfen. Ab hier kam ihm eine entscheidende Idee: Er entwarf ein Sprunggerät, mit dem es möglich sei seinen Körper in die Höhe zu katapultieren. Durch diese Art von Sprüngen war es wesentlich einfacher die Menge im Publikum für sich zu gewinnen. Den erhofften Ruhm konnte seine Erfindung damals nicht finden. 

Der wirkliche Durchbruch gelang erst mehrere Jahre später im 20. Jahrhundert. Das damalige Trampolin wurde aus den Sicherheitsnetzen des Zirkus entwickelt und regte für viel Aufsehen. Er reiste durch mehrere Städte, um bei seinen Aufführungen die Menge zu begeistern. Damals war es die erste Version des heutigen Trampolins. Leider geriet die Erfindung schnell in den Hinterköpfen der Menschen.

Anfang des 20. Jahrhunderts – Trampolin springen: ein universelles Sportgerät entsteht

Etwa 100 Jahre nach der Idee von „du Trampoline“ und zwar im Jahr 1914 am 3. Februar – kommt der Däne George Peter Nissen auf die Welt. Er war das jüngste Kind von vier dänischen Einwanderern. Sein Geburtsort war übrigens im amerikanischen Blairstown. Gelebt hat er in einer ruhigen Stadt namens Iowa im Mais-Staat. Das Dorf umfasste rund 500 Bewohner mit nur wenigen Straßen. Erstes Interesse für Trampolin springen entwickelte er bereits im Sportverein seiner damaligen Schule. Gymnastik und Turnen waren unter anderem seine Leidenschaften. Tag für Tag wurde er vom Reck und den Schwebebalken begleitet.

1930: ein Zirkus in der Nachbarstadt Cedar Rapids

zirkus mit elefanten

Im Jahre 1930 veränderte sich alles. In diesem Jahr kam ein Zirkus in die Nachbarstadt Cedar Rapids. Der junge George Peter Nissen besuchte damals mit seiner Familie die komplett ausverkaufte Vorstellung. Schließlich war es ein Event, welches es nur selten zu erschauen gab. Damals war Nissen 16 Jahre und verfolgte die Zirkusvorstellung genau. Trapezkünstler flogen durch die Luft und machten unterschiedliche Tricks, um die Masse zu begeistern. Besonders das Sicherheitsnetz, welches die Turner auffing, begeisterte George.

Zu diesem Zeitpunkt fingen die ersten Gedankenspiele an. Nach und nach entwickelte sich eine neue Idee von einem Turngerät, welches später auf den Namen Trampolin hören sollte. Ein Gerät, mit dessen Hilfe unterschiedliche Tricks durchgeführt werden können. Zudem setzte er seine zuvor gewonnen Ideen in der eigenen Garage um. Dort bastelte er Tag und Nacht an dem neuen Sprunggerät. Bis zur Fertigstellung des ersten Prototypens dauert es ganze 4 Jahre. Letztendlich entsteht im Jahr 1934 das erste Sprunggerät. Es bestand aus den folgenden Teilen:

  • alten Gummischläuchen
  • Stahlrahmen
  • Segeltuch

Allerdings war das erste damalige Trampolin alles andere als leicht. Aufgrund der Stahlkonstruktion war es besonders schwer und die Federung ließ zu wünschen übrig.     

1937: Verbesserungen am Sprunggerät

Zu dieser Zeit war Nissen bereits dreimaliger Gewinner der nationalen Gymnastik Meisterschaften. Zudem hat er sein Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. Zusammen mit seinem damaligen Trainer versuchte er das Sprunggerät zu verbessern. Nach einiger Zeit verfügte das Gerät über eine flexible Nylonbespannung. Danach machte er sich gemeinsam mit seinen beiden Freunden auf den Weg, um den Leuten das Produkt zu präsentieren. Bekannt waren die drei unter den Namen „die drei Leonards“.

Die Reise zog sie durch Mexiko sowie den Mittleren Westen in den USA. Das neuartige Turngerät kam besonders gut beim Publikum an. In Mexiko fiel immer wieder das spanische Wort „el trampolin“. Aus diesem Grund ließ George den Namen schützen und setzte den Buchstaben E davor. Später wurde der Markenname weltweit zum Produktname.

1941: Gründung der eigenen Firma für Trampoline

Im Jahr 1941 gründete Nissen mit seinem ehemaligen Trainer Griswold die folgende Firma:

  • Griswold-Nissen Trampoline & Tumbling Company

Gegründet wurde die Firma übrigens in der Nachbarstadt Cedar Rapids, bei der vor mehreren Jahren der Zirkus auftrat. Die Größe ähnelten dem heutigen Gartentrampolin und eignet sich nicht nur für Kinder, sondern auch Hobbyturner.

Trampolin springen im zweiten Weltkrieg

trampolin springen weltkrieg

Zunächst war das damalige Trampolin für Kinder und Turner gedacht. Allerdings änderte sich dies mit Eintritt des zweiten Weltkriegs. Hierzu diente es als:

  • Vorbereitung für Piloten
  • Übung für Fallschirmspringer
  • Hilfsmittel für Taucher

Durch den Wechsel der Schwerkraft wurde das Trampolin zur Verbesserung der Koordination und Ausdauer genutzt. Weiterhin entstanden Vorteile in Sachen Gleichgewichts- und Orientierungssinn. Sozusagen ein Vorreiter für das heutige Fitness Trampolin. Nach dem zweiten Weltkrieg verkaufte der ehemalige Turntrainer seine Anteile, da er nicht mehr an das Produkt glaubte. Der zweite Weltkrieg habe das Image vollkommen zerstört.

Die 30 kommenden Jahre war Nissen vollkommen auf sich alleine gestellt und entwickelte das Produkt stetig weiter. Sein Wille und sein Durchhaltevermögen ermöglichten ihm den Durchbruch in über 40 Ländern. Zudem erlebte Nissen eine Menge Dinge auf seinen Reisen:

springen mit känguru– sprang mit einem Känguru Trampolin

– machte einen Handstand vor den Pyramiden in Ägypten

– entwickelte den Trampolin-Spaceball

Im Laufe der Zeit brach ein regelrechter Boom für das Trampolin springen aus. Ende der 40er Jahre wurde auch Deutschland mit dem Trampolin springen angesteckt.

Trampolin springen in Deutschland

Deutschland war von der Welle des Trampolins nicht ausgeschlossen. Der Boom aus verschiedenen Ländern hielt auch bei uns Anklang. Vor allem deutsche Konstrukteure waren von der Idee überwältigt. Sie kannte zwar das Trampolin von Nissen nicht, jedoch begannen sie ohne das Modell je gesehen zu haben ihre eigenen Ideen aufs Brett zu skizzieren. Allerdings war die Qualität alles andere als gut. Wie bereits erwähnt war George viel in der Welt unterwegs, um sein Trampolin vorzustellen. Im Jahre 1958 war es auch in Deutschland soweit. Dort besuchte der Erfinder des Trampolins das Deutsche Turnfest in München und machte die Leute mit seinem Modell vertraut.

Deutsche Entwickler versuchten das Konzept zu verbessern und weiterzuentwickeln. Einige Jahre später gab es die Gründung des FIT = Internationale Trampolin Verband. Im Jahr 1973 verkaufte der Erfinder des Trampolins schließlich die Firma und zog sich in den Ruhestand zurück. Die erste Weltmeisterschaft fand in Englands Hauptstadt London statt. Seit 2000 zählt Trampolin springen schließlich zur olympischen Disziplin.

Zusammenfassung:

18. Jahrhundert: Der französische Zirkusartist „du Trampoline“ reist quer durchs Land und stellt sein Sprunggerät in Spanien und Mexiko vor.

1914: Der Entwickler des Trampolins George Peter Nissen kommt zur Welt.

1930: George besucht in seiner Nachbarschaft einen Zirkus und ist begeistert vom Sicherheitsnetz.

1934: 4 Jahre später wurde der erste Prototyp mit einigen Schwierigkeiten fertiggestellt.

1937: Nissen zog mit seinen beiden Freunden durch Mexiko und USA, um das Produkt vorzustellen.

1939: Die Erfindung wird unter dem Namen „Trampoline“ patentiert.

1941: Gründung der Firma: Griswold-Nissen Trampoline & Tumbling

1941: Etwas später im Jahr 1941 mitten im zweiten Weltkrieg wurde das Trampolin als Trainingsgerät für Piloten und Soldaten genutzt.

1953: George besucht die Deutsche Turnschule in München und stellt sein Trampolin vor.

1973: Gründung der Trampolin Bundesliga und Verkauf der Firma.

2000: Trampolin springen wird als olympische Sportart anerkannt. 

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